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Oeventrop. Es ist das Highlight bei der Jugendfeuerwehr der Stadt Arnsberg: Die 24-Stunden-Übung darf im Übungskalender des Feuerwehrnachwuchses nicht fehlen, stellt sie doch eine Menge Herausforderungen an die Jugend. Zudem ist die Übung sehr nahe am aktiven Feuerwehrerleben. 19 und drei Ausbilder der Feuerwehr Arnsberg schlugen sich mal wieder die Nacht um die Ohren, um später den Brandschutz für die Stadt Arnsberg perfekt leisten zu können.

Zu Beginn des Dienstes an einem Freitagnachmittag wurden die Fahrzeuge überprüft, die Übernachtungsmöglichkeiten aufgebaut und sich häuslich eingerichtet. In einer gemütlichen Runde wurde zunächst gegrillt, die Jugendlichen kamen aus dem ganzen Stadtgebiet, daher gab es sich in gemütlicher Runde viel zu erzählen.

Im Anschluss an den entspannten Beginn blieb gerade noch Zeit zum Aufräumen, bevor der erste Alarm auflief (21:30 Uhr Alarmzeit): Die Kreisleistelle hatte einen Zimmerbrand bei der Firma Reno de Medici im ersten Obergeschoss mit einer vermissten Person gemeldet. Dann wurden die Jugendlichen ganz schnell: Ein Trupp unter schweren Atemschutz bannte sich den Weg durch das vermeintliche Feuer, um die vermisste Person zu retten. Zeitgleich gab es eine Ausbreitung durch Funkenflug auf ein Papierlager, dort musste schnellst möglich ein weiterer Löschangriff aufgebaut werden. Nach kurzer Zeit konnte Entwarnung gegeben werden, die jungen Wehrleute hatten die Person gerettet, die Feuer gelöscht und konnten wieder einrücken.

Nach so einem Einsatz mussten die jungen Wehrleute erst wieder zu Kräften kommen. Alle zogen sich zur Nachtruhe zurück. Doch die Nacht war nicht lang, um 2 Uhr ertönte wieder der Melder. Alle machten sich sofort auf zu einem weiteren Einsatz. Auf dem Lattenberg waren drei vermisste Personen gemeldet, die sich vermutlich verlaufen haben. Mit Wärmebildkamera kontrollierten die Kräfte die Bereiche im Wald. Teilten sich auf und wurden schließlich fündig. Nach einer anstrengenden Nachtsuche konnte die Jugendfeuerwehr wieder einrücken.

Für den Rest der Nacht konnten sich die Nachwuchskräfte aber wieder hinlegen und morgens ihr gemeinsames Frühstück vorbereiten. Wie es sich für eine 24-Stunden-Übung gehört, lief plötzlich ein weiterer Einsatz auf: Eine durch Explosion bei Schweißarbeiten eingeklemmte Person unter einem Auto benötigte die Hilfe der Feuerwehr. Schnellst möglich machten sich die Einsatzkräfte an die Rettung des Verletzten. Mit schwerem Gerät schafften sie es die Person zu befreien. Zeitgleich wurden Glutnester abgelöscht, die sich durch die Explosion ausgebreitet hatten.

Zum guten Schluss des Übungsszenarios, brannte auch noch eine Gartenhütte im Ortsteil Wildshausen. Schon auf der Anfahrt war eine starke Rauchsäule zu erkennen. Ein massiver Löschangriff war erforderlich, aber auch dieses war kein Problem für die jungen Brandschützer.

Nach einer herausfordernden 24-Stunden-Übung für die Feuerwehr war wieder Ruhe. Die 19 Jugendlichen waren begeistert von dieser Veranstaltung und dankten ihren drei Ausbildern für die Vorbereitung der Übungen und ihre Freizeit, die sie dafür investiert haben.

 

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