Letzter Einsatz: >Ölspurbeseitigung - Straßenverunreinigung durch Betriebsmittel< am 23.02.2024 um 09:57 Uhr

Einsatzstatistik


Einsätze aktuelles Jahr

 

Brennt Elektroverteilung

Brandeinsatz > F3
Brandeinsatz
Zugriffe 4469
Einsatzort Details

Neheim, Jahnallee
Datum 30.11.2023
Alarmierungszeit 16:17 Uhr
Alarmierungsart Melderempfänger/ Sirene
eingesetzte Kräfte

Wache Neheim
Löschzug Neheim
Einsatzführungsdienst
Pressestelle
    Technische Dienste Arnsberg
      Rettungswache Neheim
      Atemschutzwerkstatt
        Fahrzeugaufgebot   Florian Arnsberg 1 DLK 23 1  Florian Arnsberg 1 GW L1 1  Florian Arnsberg 1 TLF 3000 1  Florian Arnsberg 4 ELW 1 1  Florian Arnsberg 4 HLF20 1   Florian Arnsberg 4 TLF3000 1  Florian Arnsberg 4 KLF 1 (Standort Bachum)   Florian Arnsberg 4 GW-Mess 1  Florian Arnsberg 4 LF 10 1  Florian Arnsberg 1 Kdow 2  Florian Arnsberg 1 RTW 1
        Brandeinsatz

        Einsatzbericht

        Am frühen Abend des 30.November 2023 ereignete sich aus bisher ungeklärter Ursache ein Brandereignis in Arnsberg-Neheim. In einem Freibad in der Neheimer Jahnallee wurde, durch einen aufmerksamen Anwohner, eine Rauchentwicklung eines Gebäudeteils festgestellt. Die Leitstelle des Hochsauerlandkreises alarmierte umgehend die Einsatzkräfte mit dem Alarmstichwort „Brennt Elektroverteilung“.

        Es war 16:17 Uhr als die Einsatzkräfte des Löschzuges Neheim, sowie die Hauptwache 1 und der Rettungsdienst Neheim, zur Jahnallee alarmiert wurden. Bereits auf Anfahrt konnte der Einsatzführungdienst eine starke Rauchentwicklung feststellen. Direkt nach Eintreffen des ersten Löschfahrzeuges wurde ein Löschangriff aufgebaut und ein Trupp unter schwerem Atemschutz in das Gebäude vorgeschickt. Die sehr starke Rauchentwicklung im betroffenen Raum erschwerte die Arbeit der Einsatzkräfte. Mehrere vorgehende Trupps konnten jedoch im weiteren Verlauf den Brand löschen.

        Da es sich um den Technikraum für die Wasseraufbereitung handelte, musste davon ausgegangen werden, dass sich im Brandraum Chemikalien befinden. Aufgrund dieser Tatsache wurden permanent  Messungen in Luft und Löschwasser vorgenommen. Ebenfalls wurde die Bevölkerung über die Warnapp ‚NINA‘ sowie über Cell-Broadcast gewarnt, dass sich eventuell giftige Stoffe im Brandrauch befinden könnten. Die Anwohner sollten deshalb Fenster und Türen geschlossen halten.

        Nachdem der Energieversorger das Gebäude stromlos geschaltet hatte, konnten die Einsatzkräfte weiter im Gebäude vorgehen und feststellen, dass es zum Glück nicht zum Austritt von Gefahrstoff gekommen war. Somit konnte, ebenfalls über die Warnapp ‚NINA‘, Entwarnung gegeben werden.

        Die vorhanden Chemikalien wurden von den Einsatzkräften ins Freie gebracht und dort nochmals auf Unversehrtheit überprüft.

        Im Einsatz waren mehrere Trupps unter Atemschutz. Aufgrund dessen wurde zeitnah die Atemschutzwerkstatt, samt Gerätewagen Atemschutz, zur Einsatzstelle alarmiert. Dieser Gerätewagen führt weitere Atemschutzgeräte, aber auch Wechselkleidung für die vorgegangenen Trupps mit. Somit kann eine stricke Schwarz-Weiß Trennung vorgenommen werden und die kontaminierte Schutzkleidung separat zur Wache verbracht werden.

        Ein weiteres Problem war die Witterung an der Einsatzstelle, weshalb auch die Technischen Dienste der Stadt Arnsberg an den Einsatzort organisiert wurden. Diese rückten mit einem Streufahrzeug an, um die Einsatzstelle von der vorhandenen Glätte zu befreien.

        Nach mehreren Stunden konnte die Einsatzstelle, nachdem das Gebäude von vom Brandrauch befreit wurde, wieder verlassen werden. Es waren rund 40 Einsatzkräfte im Einsatz.

        Auch bei diesem Einsatz zeigte sich, wie wichtig die regelmäßigen Übungen der Einheiten in ihrem Ausrücke-Gebiet sind. Erst letztes Jahr hatte der Basislöschzug 1, bestehend aus dem Löschzug Neheim und der Löschgruppe Voßwinkel, ein ähnliches Szenario im Freibad Neheim geübt.