huest.jpg
Letzter Einsatz: >Brandeinsatz - Brennt Ruß im Schornstein! < am 16.09.2019 um 19:53 Uhr

Lang anhaltende Trockenheit, fehlender Niederschlag, erhöhte Waldbrandgefahr - diese Begriffe stehen allzu deutlich für den viel diskutierten Klimawandel.

Die Feuerwehr der Stadt Arnsberg stellt sich mit angepasster Technik auf die zunehmenden Einsätze ein und erprobte ein derartiges Szenario kürzlich im Stadtgebiet bei einer groß angelegten Waldbrandübung der westlichen Basislöschzüge. Ausgangslage war ein angenommener Waldbrand unterhalb des Müssenberges im Ortsteil Müschede.

Ein Teilziel der Übung war die geordnete Erfassung der zur Verfügung stehenden Einsatzkräfte an einem festgelegten Bereitstellungsraum. Der zentrale Sammelplatz für Personal und Fahrzeuge befand sich in der Nähe des Raiffeisenmarktes (ehemalige Bundesstraße zwischen Hüsten und Müschede). Der geordnete Abruf durch die Einsatzleitung erfolgte nach der Registrierung. Denn gerade bei den vielfach schmalen und engen Waldwegen ist ein diszipliniertes und strukturiertes Vorgehen unbedingt erforderlich.

Im Verlauf der Übung wurden die Brandbekämpfung sowie die Löschwasserförderung über größere Entfernungen geprobt. Dabei wurde unter anderem mittels zweier Traktoren mit angehängten Güllefässern ein Wasser-Pendelverkehr von der Röhr aus aufgebaut. Das Löschwasser wurde in entsprechenden Puffern, bestehend aus einem Abrollbehälter der Feuerwehr mit einem Fassungsvermögen von 11.000 Litern vom Standort Arnsberg sowie ergänzend durch ein zusätzliches Behelfsbecken, zwischengespeichert, bevor es mittels Feuerwehr-Tragkraftspritzen weitergefördert wurde.

Parallel zum Pendelverkehr wurde eine sogenannte lange Wegestrecke zwischen fiktiver Einsatzstelle und der Röhr im Bereich des Forsthauses Reigern, nahe des Klärwerkes der Stadt Sundern, aufgebaut. Die Herausforderung bestand darin, mehrere Höhenmeter mittels einer Pumpenreihenschaltung zu bewältigen. 

Zusammenarbeit von Feuerwehr, DRK und Landwirten

Eingesetzt waren an diesem Tag rund 70 Einsatzkräfte aus den Feuerwehrstandorten Neheim, Voßwinkel, Herdringen, Holzen, Hüsten und Müschede. Sie wurden dabei durch den Fernmeldedienst der Feuerwehr sowie Einheiten des Deutschen Roten Kreuzes, Ortsverein Neheim-Hüsten, unterstützt.

Ein ganz besonderer Dank gilt den beiden Landwirten Norbert Hörster und Friedrich Schulte-Weber, die mit ihren Traktoren nebst Zubehör wertvolle und unkomplizierte Unterstützung leisteten.

Der stellvertretende Leiter der Arnsberger Feuerwehr Martin Känzler zeigte sich mit dem Ergebnis der Übung sehr zufrieden und dankte als Übungsbeobachter den Organisatoren sowie allen teilnehmenden Einsatzkräften für ihre schweißtreibende Arbeit zum Wohl von Bürgerinnen und Bürger,

Im September findet übrigens eine vergleichbare Übung für die östlichen Basislöschzüge statt, um in der waldreichen Stadt Arnsberg auf die Herausforderungen des Klimawandels vorbereitet zu sein.